Monitor richtig einrichten

Die Position deines Monitors beeinflusst Nacken, Schultern und Augen gleichermaßen. Eine falsche Einstellung führt langfristig zu Beschwerden – die richtige zu entspanntem Arbeiten.

Die Grundregel: Oberkante auf Augenhöhe

Die wichtigste Empfehlung für die Monitorhöhe lautet: Die Oberkante des Bildschirms sollte sich auf Augenhöhe befinden oder leicht darunter.

Warum? Der natürliche Blickwinkel des Menschen ist leicht nach unten geneigt (ca. 10-20°). Wenn du geradeaus schaust und dann den Blick etwas senkst, solltest du die Bildschirmmitte sehen.

Oberkante auf Augenhöhe, Blick leicht gesenkt

Monitor zu tief → Nacken nach vorne gebeugt

Monitor zu hoch → Kinn angehoben, Nackenverspannungen

Der richtige Abstand

Als Faustregel gilt: Der Monitor sollte etwa eine Armlänge entfernt sein – typischerweise 50 bis 70 cm.

Der optimale Abstand hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Bildschirmgröße: Größere Monitore benötigen mehr Abstand
  • Auflösung: Höhere Auflösung erlaubt kleinere Schrift bei gleichem Abstand
  • Sehstärke: Bei Kurz- oder Weitsichtigkeit individuell anpassen

Test: Kannst du den gesamten Bildschirminhalt lesen, ohne den Kopf zu drehen oder dich nach vorne zu beugen? Dann ist der Abstand gut.

Brillenträger: Besondere Anforderungen

Gleitsichtbrillen können bei Bildschirmarbeit problematisch sein – der Blick durch den unteren Bereich erfordert oft Kopfheben. Spezielle Bildschirmarbeitsbrillen lösen dieses Problem. In Deutschland hat der Arbeitgeber die Kosten zu übernehmen, wenn eine solche Brille medizinisch notwendig ist.

Neigung und Ausrichtung

Neben Höhe und Abstand spielt auch die Neigung eine Rolle:

  • Leichte Rückneigung: Der Bildschirm kann 10-20° nach hinten geneigt sein, um Blendungen zu reduzieren und den natürlichen Blickwinkel zu unterstützen
  • Frontal ausgerichtet: Der Monitor sollte direkt vor dir stehen, nicht seitlich
  • Fenster beachten: Das Fenster sollte seitlich sein, nicht im Rücken (Blendung) oder vor dir (Gegenlicht)

Multi-Monitor-Setups

Mit zwei oder mehr Monitoren gelten angepasste Regeln:

Primärer + sekundärer Monitor

Hauptmonitor direkt vor dir (wie bei Single-Monitor), Zweitmonitor seitlich daneben. Kopfdrehung zum Zweitmonitor sollte minimal sein.

Gleichwertige Nutzung

Beide Monitore symmetrisch anordnen, die Kante zwischen beiden Bildschirmen genau vor dir. Blick wechselt regelmäßig zwischen beiden.

Ultrawide-Monitore

Die Bildschirmmitte sollte vor dir sein. Leichte Krümmung (Curved) kann bei sehr breiten Monitoren helfen, die Ränder im Blickfeld zu behalten.

Laptop als Monitor

Laptops sind ergonomisch problematisch: Der Bildschirm ist zu tief, wenn die Tastatur auf dem Tisch liegt. Lösungsansätze:

  • Laptop-Ständer: Hebt den Bildschirm auf Augenhöhe, erfordert externe Tastatur und Maus
  • Externer Monitor: Der Laptop wird zum Zweitbildschirm degradiert oder zugeklappt
  • Docking Station: Komfortable Lösung für regelmäßige Schreibtischarbeit

Für mobiles Arbeiten unterwegs sind Kompromisse unvermeidbar – aber am festen Arbeitsplatz sollte der Laptop immer erhöht werden.

Monitor-Arme und Ständer

Flexible Monitor-Halterungen bieten mehrere Vorteile:

  • Höhenverstellung: Perfekte Positionierung unabhängig vom Standfuß
  • Platzgewinn: Der Bereich unter dem Monitor wird frei
  • Flexibilität: Schnelles Anpassen für Sitzen/Stehen oder verschiedene Nutzer
  • Ergonomische Rotation: Portrait-Modus für Dokumente, einfaches Teilen des Bildschirms

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