Unser Recherche-Ansatz
Bei ergonomie360 folgen wir einem klaren Prozess:
- Primärquellen priorisieren: Wir nutzen peer-reviewte Studien und offizielle Empfehlungen von Institutionen.
- Kontext berücksichtigen: Studien werden im Kontext ihrer Methodik und Limitationen eingeordnet.
- Aktualität prüfen: Wir bevorzugen neuere Forschung und aktualisieren Inhalte regelmäßig.
- Transparenz wahren: Quellen werden genannt, Unsicherheiten kommuniziert.
Wichtige Institutionen
Diese Organisationen liefern die wissenschaftliche Basis für viele unserer Empfehlungen:
BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Die zentrale deutsche Forschungseinrichtung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Veröffentlicht Leitlinien, Forschungsberichte und praxisnahe Handlungshilfen.
DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Publiziert Informationen und Regeln zur Arbeitssicherheit, darunter viele ergonomie-relevante Dokumente.
WHO – World Health Organization
Internationale Gesundheitsbehörde mit Empfehlungen zu körperlicher Aktivität, Bewegungsmangel und arbeitsbedingten Erkrankungen.
EU-OSHA – Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
Europäische Agentur, die Forschung und Best Practices zu Arbeitsschutz und Ergonomie aggregiert und veröffentlicht.
Relevante Normen & Vorschriften
Ergonomie am Arbeitsplatz ist nicht nur Empfehlung, sondern teilweise gesetzlich geregelt. Wichtige Normen:
Grundlegende Norm für Bildschirmarbeitsplätze. Definiert Anforderungen an Displays, Eingabegeräte und Arbeitsumgebung.
Anforderungen an Bürostühle hinsichtlich Sicherheit, Maße und ergonomischer Eigenschaften.
Definiert Maße und Anforderungen für Schreibtische, einschließlich höhenverstellbarer Varianten.
Rechtliche Grundlage für die Gestaltung von Arbeitsplätzen in Deutschland, inkl. Technischer Regeln (ASR).
Rechtlicher Hinweis
In Deutschland sind Arbeitgeber nach der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) verpflichtet, Arbeitsplätze ergonomisch zu gestalten. Die konkreten Anforderungen werden in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) konkretisiert. Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen ergonomisch eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz.
Schlüsselstudien im Überblick
Einige besonders relevante Forschungsarbeiten, die unsere Empfehlungen stützen:
Sedentary behaviour and health – Systematic review
Lancet, 2016Tägliche 60-75 Minuten moderate körperliche Aktivität können die erhöhten Mortalitätsrisiken durch langes Sitzen ausgleichen.
Effectiveness of workplace interventions for low-back pain
Cochrane Review, 2018Kombination aus ergonomischer Intervention und Bewegungsförderung zeigt die besten Ergebnisse bei Rückenschmerzen.
Sit-stand desks and musculoskeletal symptoms
Applied Ergonomics, 2019Steh-Sitz-Schreibtische reduzieren Beschwerden im unteren Rücken, wenn sie korrekt genutzt werden.
Computer vision syndrome and ergonomic practices
BMC Ophthalmology, 2020Ergonomische Bildschirmpositionierung und regelmäßige Pausen reduzieren Symptome des digitalen Augenbelastungssyndroms.
Was Studien nicht leisten können
Wissenschaftliche Studien liefern wertvolle Erkenntnisse, haben aber auch Grenzen:
- Individuelle Unterschiede: Durchschnittswerte aus Studien passen nicht auf jeden Einzelfall.
- Kontextabhängigkeit: Was in einem Laborversuch funktioniert, lässt sich nicht immer direkt in den Alltag übertragen.
- Interessenkonflikte: Manche Studien werden von Herstellern finanziert. Wir kennzeichnen dies, wo relevant.
Deshalb kombinieren wir wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Erfahrung und gesundem Menschenverstand.
Weiterführende Ressourcen
Für tiefergehende Recherche empfehlen wir:
- PubMed – Datenbank für biomedizinische Literatur
- Cochrane Library – Systematische Reviews zu Gesundheitsthemen
- Unsere Studien-Übersichten – Zusammenfassungen nach Themen sortiert